geschrieben von am September 7th 2015 in Portrait & Stadt mit 4 Kommentaren

Letzten Freitag erhielt ich den Tipp, dass sich die seit den 70-iger Jahren vermissten Lothar, Klaus und Bärbel eigentlich auf einer Zeitreise befinden und am Samstag Nachmittag in Köln ankommen sollen. Das roch für mich nach der seltenen Gelegenheit eines ganz besonderen Fotoshootings. Also am Abend noch ganz schnell alle Akkus in die Ladegeräte und die Kamera plus kleines Begleitequipment vorbereitend in den Fotorucksack gestopft.

Am Samstag, nach ordentlichem Frühstück machte ich mich früh auf den Weg zum vermuteten Ankunftsort der drei Zeitreisenden. Ich wollte doch sehen, ob Zeitreisen tatsächlich möglich sind und Lothar, Klaus und Bärbel zu einem kleinen Shooting überreden, das ihren Aufenthalt im Jahr 2015 angemessen dokumentiert.

Zeitreisende

Zeitreisende aus den 70-igern im heutigen Köln

Am frühen Nachmittag war es dann soweit. In der Kölner Südstadt bog plötzlich vor der Lutherkirche ein weinroter BMW 1602 mit drei Insassen, zwei Männer, eine Frau, um die Ecke und hielt mit quietschenden Reifen vor dem Café Sur. Alle drei stiegen, offensichtlich etwas aufgeregt aus, stürmten das Café und wollten herausfinden, in welchem Jahr sie sich gerade befanden. Nachdem mehrere Café-Gäste das Jahr 2015 bestätigten war klar:

Zeitreisen sind möglich!

Die drei Wanderer erklärten sich mit einem Fotoshooting einverstanden. Als Location einigten wir uns auf den Kirmesplatz am Deutzer Rheinufer weil wir dort so schön die Kölner Skyline mit aufs Bild bekommen. Allzuviel Zeit blieb uns allerdings nicht, denn das Fenster für die Rückreise in die 70-iger bleibt wohl nicht ewig geöffnet. Wie auch immer, technischer Zeitreisenkram, davon verstehe ich nichts – aber wir machten uns mal lieber schnell auf den Weg.

In Deutz angekommen ging es dann auch gleich los. Posen vor dem Auto, posen neben dem Auto, zu dritt, einzeln, eine Disco-Saturday-Night-Fever-Pose, ein paar mal Hüpfen und Springen und dann waren wir auch ganz schnell durch. Die drei ungewöhnlichen Fotomodelle mussten schnell wieder los – ich rief noch schnell hinterher: „Die Fotos findet Ihr dann in meinem Blog!” – leere Blicke – Fragezeichen – sie werden es herausfinden – später – möglicherweise …

Donnerlittchen!

 

currently there's 4 comment(s)

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    Lothar

    commented on 8. September 2015 at 11:33

    Hallo Ronny,

    was hatten wir einen bewegten Tag damals vor 40 Jahren in der Zukunft bzw. (ach Gottchen, ist das verwirrend!) am letzten Samstag. Und was waren wir froh, dass wir uns rechtzeitig auf den Weg gemacht haben, bevor sich das Zeitfenster geschlossen hat.
    …Donnerlittchen, schließlich durften wir uns auf keinen Fall selbst begegenen!

    Danke für die nette Willkommensaktion und die tollen Bilder, die Du von Bärbel, Klaus und mir gemacht hast. Damals am letzten Samstag hast du uns irgendwas von einem „Block“ zugerufen…ich weiß nicht, wie viele Blöcke wir inzwischen gekauft haben, immer in der Hoffnung, die Bilder zu Gesicht zu bekommen. Irgendwann dämmerte uns dann langsam, was Du damit meintest…

    Tolle Bilder, die Du von uns geschossen hast…und schön zu sehen, wie jung und frisch wir vor 40 Jahren aussahen…irgendwie auch ein bisschen traurig.

    Ansonsten geht es uns aber blendend – wir haben kurz vor unserer Rückkehrnoch einen Sportalmanach gekauft und schon lange ausgesorgt! Vielleicht sehen wir uns mal wieder im Café Sur, da treffen wir uns nämlich täglich um Viertel nach 3.

    Viele Grüße

    Lothar

    P.S.: Den BMW gibt es übrigens immer noch – irgendso ein junger Hüpfer fährt mit dem Teil durch Köln.

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    • Ronny
      Ronny

      commented on 9. September 2015 at 10:40

      Schön, dass die Rückreise in die 70-iger gut geklappt hat und die Rückrückreise (im normalen Tempo) ins Heute auch. Dann auf eine ‚Grüne Wiese‘ im Café Sur. Um viertel vier…

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    Bärbel

    commented on 8. September 2015 at 12:56

    Lieber Ronny,

    Danke – für die tollen Bilder und natürlich dafür, dass Du uns in 2015 Willkommen geheißen hast.

    Zugegebenermaßen hat mich das alles sehr verwirrt. Tut es immer noch und leider waren nach unserer Rückkehr die Batterien im Zeitmodul leer. Zum Glück haben wir die Sprunggeschwindigkeit von 140 km/h erreicht und waren pünktlich zum ABBA Konzert zurück. Mussten darauf erstmal einen Persico trinken.

    Vielen Dank nochmal und viele Grüße,
    Bärbel

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    • Ronny
      Ronny

      commented on 9. September 2015 at 10:51

      140 km/h! Urst klasse Sache! Gut, dass die Batterien noch gehalten haben und Ihr nicht in den 80-igern gelandet seid oder so. Habe herausgefunden, was ein Persico ist. Iiieh!

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